Was ist digitale Transformation? Definition und Bedeutung
Der Begriff Digitalisierung bedeutet zunächst nur, Informationen digital zu speichern und zu verarbeiten. Die digitale Transformation (auch digitaler Wandel) beschreibt dagegen einen fortlaufenden Veränderungsprozess, der die gesamte Gesellschaft betrifft.
Zu den wesentlichen Treibern gehören die immer größere Nutzung von digitalen Infrastrukturen und Anwendungen sowie die darauf basierenden Verwertungspotentiale. Solche digitalen Geschäftsmodelle kommen ohne Produktion und eigene Hardware aus. Bekannte Beispiele sind milliardenschwere Unternehmen wie Uber, das über eine Taxivermittlung Geld verdient, ohne ein einziges Taxi zu besitzen, oder Airbnb, das Unterkünfte vermittelt, ohne eine einzige eigene Wohnung zu haben. In beiden Fällen entsteht die Wertschöpfung ausschließlich durch ein digitales Geschäftsmodell.
Digitalisierung vs. digitale Transformation
Beide Begriffe werden häufig gleichgesetzt, meinen aber Unterschiedliches. Die Digitalisierung bezieht sich auf den einzelnen Schritt, Informationen und Abläufe von analog auf digital umzustellen. Die digitale Transformation ist der übergeordnete Wandel: Sie verändert, wie ein Unternehmen arbeitet, kommuniziert und Wert schafft.
Deshalb ist die digitale Transformation nicht der eine Paukenschlag, bei dem ein Unternehmen plötzlich vollständig digital wird. Sie besteht vielmehr aus vielen kleinen Schritten, die einem ersten größeren Schritt folgen, etwa der Einführung einer zentralen Unternehmenssoftware.
Digitale Transformation im Dienstleistungssektor
In Dienstleistungsunternehmen wird die Wertschöpfung durch Mitarbeiter erzeugt, und die sind nicht zu digitalisieren. Alle unterstützenden Prozesse lassen sich jedoch digital abbilden. Konkret kann der gesamte Verwaltungsanteil digitalisiert werden. Auch die Kundenkommunikation, die Akquisetätigkeiten, die Auftragsabwicklung in Form von Mitarbeiterplanung und Abrechnung sowie die Servicearbeit lassen sich durch digitale Kommunikations- und Organisationshilfen unterstützen.
Der Vorteil solcher begleitenden digitalisierten Prozesse liegt nicht nur in der konkreten Zeit- und Kostenersparnis, sondern vor allem in einer höheren, konstanten Qualität der Verwaltungsprozesse. Damit sinkt die Abhängigkeit von Einzelpersonen, und neue Mitarbeiter im Management- und Verwaltungsbereich sind schneller eingearbeitet. Typische Effekte sind:
- Angebote transformieren automatisch und ohne Informationsverlust zu Aufträgen und Projekten.
- Freie Kapazitäten und Überlastungen werden erkannt und entsprechend eskaliert.
- Eingetragene Zeiten werden automatisch mit den richtigen Tagessätzen abgerechnet.
- Auch bei Krankmeldungen läuft der Bürobetrieb normal weiter, weil der digitale Prozess definiert ist und das Wissen nicht in einem einzelnen Mitarbeiterkopf steckt.
Wie gelingt die digitale Transformation?
Die komplette digitale Transformation ist als Prozess zu verstehen, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und sich verändern oder erweitern darf, wenn sich Rahmenbedingungen ändern. Sie beschreibt den Wandel im Unternehmen und vollzieht sich in vielen kleinen Schritten.
Ein wichtiger Baustein sind dabei regelmäßige Prüfungen, Bewertungen und Weiterentwicklungen der eigenen Prozesse. Genau diesem Zweck dienen Impulsworkshops, in denen die Kundenprozesse gemeinsam analysiert und die eingesetzte Software genauer justiert wird. Oft hat sich bereits innerhalb eines Jahres auf Kunden- wie auf Softwareseite so viel weiterentwickelt, dass solche Workshops zu echten Prozessverbesserungen führen.