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Abschlagsrechnung erstellen und verrechnen

Große Aufträge binden Ihre Ressourcen über Monate. Mit Abschlagsrechnungen holen Sie das Geld herein, während Sie noch arbeiten.

Wie viele Systeme nutzen Sie?

Was ist eine Abschlagsrechnung?

Eine Abschlagsrechnung ist eine Rechnung über einen Teilbetrag eines Auftrags, den Sie stellen, bevor die Gesamtleistung fertig ist. Der Kunde zahlt in mehreren Schritten, Sie bekommen Ihr Geld früher. Am Ende folgt die Schlussrechnung, in der alle bereits gezahlten Abschläge verrechnet werden.

Gesetzlich vorgeschrieben ist diese Aufteilung nicht: Der Gesetzgeber geht im Regelfall davon aus, dass erst nach vollständiger Leistung gezahlt wird. Wie viele Abschläge Sie vereinbaren und wie hoch sie ausfallen, ist deshalb reine Vertragssache zwischen Ihnen und Ihrem Kunden.

Liquidität sichern

Gehälter und Vorleistungen fallen sofort an, die Schlussrechnung kommt erst Monate später. Abschläge schließen diese Lücke.

Risiko verteilen

Sie gehen nicht mit der vollen Auftragssumme in Vorleistung. Bleibt eine Zahlung aus, merken Sie es früh statt am Projektende.

Planbar für beide Seiten

Ihr Kunde muss am Schluss keine große Summe auf einmal begleichen, sondern zahlt in vereinbarten Schritten.

Abschlagsrechnung oder Teilrechnung?

Abschlagsrechnung
Vorschuss auf eine noch laufende Leistung
Teilrechnung
Endabrechnung eines fertigen Teils
Zeitpunkt
vor der endgültigen Fertigstellung
nach Abschluss einer abgrenzbaren Teilleistung
Was abgerechnet wird
ein vereinbarter prozentualer oder fester Anteil
die konkret erbrachte Teilleistung
Abschluss
Schlussrechnung verrechnet alle Abschläge
steht für sich, weitere Teilrechnungen folgen
Gewährleistung
läuft erst ab Abnahme der Gesamtleistung
kann bereits für den abgenommenen Teil greifen
Typischer Fall
Individualentwicklung über mehrere Monate
Bauabschnitt oder Modul, das übergeben wird

Was gehört in eine Abschlagsrechnung?

Eine Abschlagsrechnung braucht dieselben Pflichtangaben wie jede andere Rechnung, plus zwei Dinge, die sie eindeutig als Abschlag kennzeichnen.

Die üblichen Pflichtangaben

Name und Anschrift beider Seiten, Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Rechnungsdatum, eine fortlaufende Rechnungsnummer, die Leistungsbeschreibung, das Leistungsdatum beziehungsweise der Leistungszeitraum sowie Nettobetrag, Steuersatz und Steuerbetrag.

Was zusätzlich hineingehört

Erstens die ausdrückliche Bezeichnung als Abschlagsrechnung, damit die Rechnung nicht mit einer Endabrechnung verwechselt wird. Zweitens ein Bezug auf den zugrunde liegenden Auftrag und den Stand der Abschläge, also etwa „2. Abschlag von 3 zum Auftrag 2026-0147“.

  • Fortlaufende Nummerierung der Abschläge
  • Verweis auf Auftrag oder Vertrag
  • Hinweis, dass eine Schlussrechnung folgt

Wie die Umsatzsteuer läuft

Auf jeden Abschlag weisen Sie die Umsatzsteuer aus und führen sie ab. In der Schlussrechnung rechnen Sie dann die gesamte Leistung ab und ziehen die bereits berechneten Abschläge inklusive der darauf entfallenden Umsatzsteuer wieder ab. So wird kein Betrag doppelt versteuert.

Wie Sie im Einzelfall vorgehen, hängt vom Vertrag und von Ihrer Versteuerungsart ab. Sprechen Sie die Ausgestaltung mit Ihrer Steuerberatung ab.

Beispiel: zwei Abschläge und eine Schlussrechnung

Ein Softwarehaus vereinbart mit seinem Kunden für eine große Anpassung eine Gesamtsumme von 200.000 Euro netto, aufgeteilt in zwei Abschläge und eine Schlussrechnung. Weil zu Beginn Investitionen nötig sind, liegt der größere Abschlag vorne.

1. Abschlagsrechnung

Netto 100.000 Euro, Umsatzsteuer 19 Prozent 19.000 Euro, Rechnungsbetrag brutto 119.000 Euro.

2. Abschlagsrechnung

Netto 50.000 Euro, Umsatzsteuer 19 Prozent 9.500 Euro, Rechnungsbetrag brutto 59.500 Euro.

Schlussrechnung

Gesamtleistung netto 200.000 Euro, Umsatzsteuer 38.000 Euro, brutto 238.000 Euro. Abzüglich des ersten Abschlags von 119.000 Euro und des zweiten von 59.500 Euro bleibt ein Restbetrag von 59.500 Euro brutto.

Abschläge abrechnen, ohne nebenher Listen zu führen

Wer Abschlagsrechnungen in Tabellen nachhält, verliert irgendwann den Überblick, welcher Abschlag schon gestellt und welcher bezahlt ist. In projectfacts hängt beides am Auftrag.

Termin vereinbaren
Abrechnungsprozess mit Abschlagsrechnungen | projectfacts

Abschlagsrechnungen in projectfacts erstellen

Die Spezifika der Abschlagszahlung hinterlegen Sie einmal im Auftrag, nicht in der einzelnen Rechnung. Unter den Vertrags- und Abrechnungsdaten wählen Sie als Abrechnungsmodus den Zahlungsplan und definieren darin die einzelnen Abschläge.

Wichtig ist dabei die Endrechnung: Sie bildet automatisch die Summe aus den bereits geleisteten Anzahlungen und dem noch offenen Betrag und überführt beides in die abschließende Rechnung. Sie müssen also nichts von Hand gegenrechnen.

  • Zahlungsplan und Abrechnungsregeln direkt im Auftrag
  • Abschläge frei als Prozentsatz oder Festbetrag definieren
  • Schlussrechnung verrechnet die Abschläge automatisch
Abschläge an den Projektfortschritt koppeln | projectfacts

Abschläge an den Projektfortschritt koppeln

Weil Projektmanagement und Abrechnung in projectfacts dieselbe Datenbasis nutzen, können Sie Ihre Auftragspositionen in Teilprojekte und Arbeitspakete zerlegen und die Abschläge daran hängen.

Wird ein Arbeitspaket auf „erledigt“ gesetzt, das die Grundlage für eine Abschlagszahlung bildet, meldet sich projectfacts bei Ihnen. Sie sehen den Hinweis im System und bekommen den abrechenbaren Betrag gleich mit ausgegeben. Vergessene Abschläge sind damit kein Thema mehr.

  • Hinweis im System, sobald ein Abschlag fällig wird
  • Abrechenbarer Betrag wird automatisch ermittelt
  • Rechnungsstellung und Versand per Knopfdruck

Abschlagsrechnungen buchen und im Blick behalten

Eine Abschlagsrechnung ist mit dem Versand nicht erledigt. Sie muss verbucht, überwacht und am Ende korrekt verrechnet werden.

Offene Abschläge überwachen

In der Belegübersicht sehen Sie zu jedem Auftrag, welche Abschläge gestellt, welche bezahlt und welche noch offen sind. Bleibt eine Zahlung aus, greift das Forderungsmanagement mit Mahnstufen und Zahlungserinnerungen.

  • Status jedes Abschlags am Auftrag sichtbar
  • Offene Posten und Fälligkeiten im Überblick

Übergabe an die Buchhaltung

Abschlags- und Schlussrechnungen laufen mit allen übrigen Belegen in die Finanzbuchhaltung und lassen sich über die DATEV-Schnittstelle an Ihre Steuerberatung übergeben. Als E-Rechnung im Format ZUGFeRD oder XRechnung versenden Sie Abschläge genauso wie normale Rechnungen.

  • DATEV-Export für Abschlags- und Schlussrechnungen
  • Versand als ZUGFeRD oder XRechnung möglich

Abschlagsrechnungen mit projectfacts im Überblick

Zahlungsplan

Abschläge einmal im Auftrag definieren statt je Rechnung neu

Automatische Verrechnung

Die Schlussrechnung zieht geleistete Abschläge selbst ab

An den Fortschritt gekoppelt

Hinweis im System, sobald ein Arbeitspaket den Abschlag auslöst

Offene Posten

Gestellte, bezahlte und offene Abschläge je Auftrag sichtbar

E-Rechnung

Abschläge als ZUGFeRD oder XRechnung versenden

DATEV

Übergabe an die Steuerberatung über die DATEV-Schnittstelle

Sehen Sie sich den Zahlungsplan einmal in Ruhe an

In 30 Minuten zeigen wir Ihnen am konkreten Beispiel, wie Abschläge, Projektfortschritt und Schlussrechnung in projectfacts zusammenhängen.

Unverbindliches Erstgespräch

Noch Fragen? Wir haben die passende Antwort!

Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine Mail oder schauen Sie in unserem FAQ-Bereich nach! Wir beantworten Ihre Fragen gerne!

Häufige Fragen

Was ist eine Abschlagsrechnung?
Eine Abschlagsrechnung ist eine Rechnung über einen Teilbetrag eines Auftrags, die gestellt wird, bevor die Gesamtleistung fertig ist. Der Kunde zahlt in mehreren Schritten; am Ende folgt eine Schlussrechnung, in der alle bereits gezahlten Abschläge verrechnet werden.
Was ist der Unterschied zwischen Abschlagsrechnung und Teilrechnung?
Die Abschlagsrechnung fordert vor der endgültigen Fertigstellung einen vereinbarten prozentualen oder festen Anteil an. Die Teilrechnung rechnet dagegen eine bereits erbrachte, abgrenzbare Teilleistung ab. Der Unterschied wirkt sich unter anderem auf Umsatzsteuer und Gewährleistung aus.
Wie hoch dürfen Abschläge sein?
Dafür gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Höhe und Anzahl der Abschläge unterliegen der Vertragsfreiheit und damit allein der Absprache zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber.
Wie wird die Umsatzsteuer bei Abschlagsrechnungen behandelt?
Auf jeden Abschlag wird die Umsatzsteuer ausgewiesen und abgeführt. In der Schlussrechnung wird die gesamte Leistung abgerechnet und die bereits berechneten Abschläge werden inklusive der darauf entfallenden Umsatzsteuer wieder abgezogen, sodass kein Betrag doppelt versteuert wird. Die konkrete Ausgestaltung hängt vom Vertrag und der Versteuerungsart ab und sollte mit der Steuerberatung abgestimmt werden.
Was muss auf einer Abschlagsrechnung stehen?
Alle üblichen Rechnungs-Pflichtangaben, also Name und Anschrift beider Seiten, Steuernummer oder USt-IdNr., Rechnungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung, Leistungszeitraum sowie Netto, Steuersatz und Steuerbetrag. Zusätzlich die ausdrückliche Bezeichnung als Abschlagsrechnung und ein Bezug auf den Auftrag und den Stand der Abschläge.
Wie erstelle ich eine Abschlagsrechnung in projectfacts?
Sie hinterlegen die Abschläge einmalig im Auftrag: Unter den Vertrags- und Abrechnungsdaten wählen Sie als Abrechnungsmodus den Zahlungsplan und definieren darin die einzelnen Abschläge. Die Rechnungen entstehen anschließend aus diesem Plan.
Verrechnet projectfacts die Abschläge in der Schlussrechnung automatisch?
Ja. Die im Zahlungsplan gesetzte Endrechnung bildet automatisch die Summe aus den bereits geleisteten Anzahlungen und dem noch offenen Betrag und überführt beides in die abschließende Rechnung.
Kann ich Abschläge an den Projektfortschritt koppeln?
Ja. Auftragspositionen lassen sich in Teilprojekte und Arbeitspakete zerlegen. Wird ein Arbeitspaket auf „erledigt“ gesetzt, das die Grundlage für eine Abschlagszahlung bildet, weist projectfacts Sie darauf hin und gibt den abrechenbaren Betrag aus.
Wie behalte ich den Überblick über offene Abschläge?
In der Belegübersicht sehen Sie je Auftrag, welche Abschläge gestellt, bezahlt oder noch offen sind. Bleiben Zahlungen aus, greifen die Mahnstufen und Zahlungserinnerungen aus dem Forderungsmanagement.
Kann ich Abschlagsrechnungen als E-Rechnung versenden?
Ja, Abschlags- und Schlussrechnungen versenden Sie wie normale Rechnungen im Format ZUGFeRD oder XRechnung. Für die Buchhaltung stehen sie über die DATEV-Schnittstelle zur Verfügung.